fit4school - aktiv


Die Stiftung fit4school unterstützt Schülerinnen und Schüler mit persönlichen Lerncoachings, punktuellem Nachhilfeunterricht, Intensivkursen und Prüfungstrainings in den eigens dafür konzipierten fit4school Lern- und Coachingcentern. Zurzeit gibt es Center an 24 Standorten in der ganzen Schweiz. Vier davon betreibt die Stiftung selbst, zwanzig werden von unseren Franchise-Partner*innen betrieben.

Facebook Post 24.03.2020. Foto © fit4school
Facebook Post 24.03.2020. Foto © fit4school

Die Präsenzlernunterstützung durch unsere Tutorinnen und Tutoren in den fit4school Lern- und Coachingcentern mussten auch wir Mitte März 2020 vorübergehend einstellen. Gerade für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die auf Lernunterstützung angewiesen sind, ist dies, in Kombination mit den Schulschliessungen, gleich doppelt ungünstig.

 

Dank dem riesigen Engagement und der Flexibilität unserer Tutorinnen und Tutoren, konnten wir bei fit4school bereits am 16. März 2020 die persönliche Lernunterstützung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mittels Videokonferenzsystem auch für das Homeschooling gewährleisten. Dafür setzen wir das gleiche Videokonferenzsystem ein, das beispielsweise auch von der Universität Zürich, der Universität Bern, der Hochschule Luzern und der Pädagogischen Hochschule verwendet wird. Der Dienst ist verschlüsselt und sicher. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen können das System zu Hause ohne Registrierung und ohne Installation einer Software kostenlos nutzen. Für uns ist dies das ideale System, bis die Präsenzlernunterstützung in den fit4school Lern- und Coachingcentern wieder möglich sein wird.

Unsere Erfahrung mit der Online-Lernunterstützung unserer Tutorinnen und Tutoren mittels Videokonferenzsystem: Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen begegnen dieser digitalen Übergangslösung völlig entspannt. Spätestens nach der ersten Lektion haben sie sich an diese Form von entfernter Lernunterstützung gewöhnt. Manche Eltern hingegen begegneten der alternativen Möglichkeit anfangs skeptisch. Die Centerleiterinnen und Centerleiter können den Eltern die Sorgen aber sukzessive abbauen. Und sobald es die Kinder erfolgreich ausprobiert haben, zeigen sich auch die Eltern zufrieden. Sie erfahren, dass auch sie selbst durch diese Alternative entlastet werden.

Unser bisheriger Rückschluss:

Trotzdem zeigt sich klar: Die Präsenzlernunterstützung durch unsere Tutorinnen und Tutoren in den fit4school Lern- und Coachingcentern kann langfristig nicht ersetzt werden. Jedoch könnte Online-Tutoring zukünftig punktuell durchaus sinnvoll sein. Gerade wenn es um die Überbrückung von grösseren Distanzen geht (z.B. in ländlichen Gebieten). Möglicherweise auch dort wo unsere Unterstützung aus zeitlichen Gründen sehr kurzfristig verfügbar sein muss.   

Was für Tipps kann ich anderen Franchisegeber*innen geben?

Wir haben bei der Stiftung fit4school bereits Ende Januar 2020 unseren Krisenstab hochgefahren, da wir vermuteten, dass da eine Krise auf uns zurollen könnte, die eine ungeahnte Dynamik annehmen kann. Wichtig fürs Krisenmanagement unter anderem ist, dass Aufgaben genau und klar zugeteilt werden. Die Fragen sind: Wer kümmert sich um was, wer ist Ansprechpartner für was und wie kommunizieren die einzelnen Stellen untereinander. Wir arbeiten zudem seit Beginn der Krise mit Szenarien und bereiten uns auf diese jeweils vor. Damit sind wir immer einen bis zwei Schritte voraus. Das ist zwar aufwändig, aber dafür reagieren wir überlegt, durchdacht und sehr schnell, wenn eine nächste Eskalationsstufe eintritt. So waren wir bis jetzt zum Beispiel jeweils früh auf die neuen Situationen eingestellt und für diese bereit. Damit konnten wir auch viel schneller und klarer kommunizieren – gegen innen und gegen aussen.

Meiner Meinung nach kommt zudem der internen Kommunikation in solchen Situationen eine tragende Rolle zu. Die Systemzentrale mit ihren Fachstellen muss den Franchisenehmer*innen jetzt ganz besonders mit Rat und Tat zur Seite stehen können und Orientierungshilfe bieten. Damit das funktionieren kann, muss die interne Kommunikation reibungslos funktionieren. Gleichzeitig müssen die Voraussetzungen hochgefahren werden, damit sich die Franchisenehmer*innen auch untereinander vernetzen und so unterstützen können. Dieser Austausch bietet weitere Orientierungsmöglichkeiten und fördert die Entwicklung von kreativen Ideen. 

Ebenso ist es für alle von enormer Bedeutung, den Mitarbeitenden zu danken. Ohne ein riesiges Engagement und die vorbildliche Flexibilität eines/einer jeden/jedes Einzelnen wird es schwierig. Das darf man nie vergessen!

Schliesslich noch der Tipp:

Nicht jammern! Niemand kann «Jammerlappen» gebrauchen, weder intern noch in der Öffentlichkeit – und schon gar nicht in Krisensituationen. Fach- und Führungskräfte müssen positiv gestimmte Vorbilder sein. Wir kommunizieren zum Beispiel weder gegen innen und noch gegen aussen, wie hart die Zeiten jetzt sind. Vielmehr sprechen wir über unsere Ideen, über unser Vorgehen, über unsere alternativen Produkte und über die Menschen, die wir damit begeistern konnten. Bleiben wir also alle kreativ! Bleiben wir Vorbilder! 

Lukas Alt,

Gründer und Executive Chairman der Stiftung fit4school

Ein früheres Interview mit Lucas Alt finden Sie in unserer Rubrik «Interviews» sowie unter nachfolgendem Link.

Kuratiert von der Bellone Franchise Consulting GmbH, Zug/Schweiz