Wenn eine deutsche Buchhändlerin in Familienbesitz 50 Prozent der Anteile an den mehr als 60 Buchhandlungen der Orell Füssli Thalia AG in der Schweiz hält, kann man schon einmal nachfragen.

Nachdem wir also frisch vom ersten wichtigen Buchkongress des Jahres, der future!publish in Berlin, zurückgekehrt sind, wollen wir uns diesem Thema widmen. Speziell, weil wir wahrgenommen haben, dass Thalia mit seinem "Partnermodell für Buchhändler:innen" expandiert. Könnte es sein, dass es sich hierbei um ein Franchisekonzept handelt?
Thalia bietet selbstständigen Buchhändler:innen ein Modell an, das ihnen günstige Einkaufskonditionen ermöglicht. Dabei tragen sie kein Warenrisiko mehr, können sich aber über eine hohe Verfügbarkeit der Thalia-Titel freuen. Zudem bietet Thalia ihnen eine grösstmögliche Warenvielfalt und die Möglichkeit der Nutzung des professionellen Online-Shops und der Omni-Channel-Services. Neben dem grossen Buchsortiment, gibt es auch ein Nonbook-Angebot (das nicht der Buchbindung unterliegt!). Thalia liefert Support bei Veranstaltungen und Events. Zusätzlich gibt es Schulungen und Marketingunterstützung. Auf der technischen Seite erhalten die angeschlossenen Buchhandlungen eine einfache Warenwirtschaft und Abrechnungen unter Einbindung neuster Technologien. Dabei bleiben die Buchhändler:innen voll und ganz unabhängige Unternehmer:innen.
Für uns hört sich das sehr nach Franchising an, vielleicht ein Franchise 2.0, das stärker auf die Bedürfnisse und Bedarfe der Partner:innen eingeht. Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Blogartikel auf unserer Homepage:

Thomas Matla ist Franchise-Experte der im schweizerischen Zug angesiedelten Bellone Franchise Consulting GmbH. Er überprüft Geschäftskonzepte auf ihre Franchise-Eignung, optimiert bestehende Konzepte und entwickelt im hauseigenen Greenfranchise Lab neue Business Concepts für bestehende oder neue Einsatzgebiete, auch unter Einbindung von KI.
